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Das Ende der klassischen Fotografie?

Die digitale Fotografie ist auf dem Vormarsch: Innerhalb weniger Monate haben mehrere große Kameraproduzenten angekündigt, sich aus dem Geschäft mit klassischen Kameras zu verabschieden. Auch Filmhersteller und Labore orientieren sich neu. Beginn einer Zeitenwende oder Rückzug in die Nische?

Knapp 25 Jahre ist es her, dass mit der Sony Mavica die erste Kamera für den Endverbraucher auf den Markt kam, die Fotos elektronisch speicherte. Schon damals prophezeiten manche ins Auge. Der Konkurrent Bronica wurde gleich komplett vom japanischen Tamron-Konzern geschluckt.

Sogar Edelkameraschmiede Leica, Erfinder der Kleinbildkamera und lange Zeit offenbar immun gegen alle Modewellen, gerät wirtschaftlich ins Schwanken und bemüht sich, auf den Digital-Zug aufzuspringen. Yashica und Kyocera gaben 2005 ihr Fotogeschäft auf, Farbfilm-Erfinder Agfa stellte im gleichen Jahr seine Film- und Fotochemie-Produktion ein. Kodak beendete bereits 2004 den Verkauf von Kameras mit Film in den Industrienationen.

Selbst Traditionsfirmen sind nicht von der rasanten Entwicklung ausgenommen: Besucht man die Website des schwedischen Herstellers Hasselblad, für viele Kenner der Bewahrer des mechanischen, traditionellen Fotografie schlechthin, so fallen dort nun zuerst Softwareprodukte, Scanner und Digitale Aufrüst-Kits ins Auge. Der Konkurrent Bronica wurde gleich komplett vom japanischen Tamron-Konzern geschluckt.
Selbst bei Traditionshersteller Hasselblad wird jetzt auf Digitaltechnik gesetzt




Hoffnung auf den Retter

Vielleicht können die Filmenthusiasten auf eine ähnliche Entwicklung hoffen, die es schon bei anderen verdrängten Technologien mit hartnäckigen Anhängern gab, wie zum Beispiel bei den vom Transistor ersetzten Verstärkerröhren: Liebhaber oder kleine Firmen in Osteuropa und Fernost kaufen die alten Anlagen von den Herstellern günstig auf und produzieren weiter. Zumindest einige Jahre dürften die Lagerbestände an Geräten und Material in jedem Fall noch den Bedarf decken. Vielleicht ist es aber auch an der Zeit, sich rechtzeitig einzudecken.

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Ich als analog fotografierende Frau bin schon ein wenig aufgewühlt.Bye

Klar wir wussten alle dass es irgendeinmal soweit kommen wird dass wir filmlos bleiben...

Oder vielleicht doch nicht?

Was mir Angst macht das die Preise extrem ansteigen oder das ich kilometer weit fahren muss um einen Film entwickeln zu lassen.

wie seht ihr das?
Dieses Thema treibt mich schon einige Zeit um... wird auch in diversen Foto-Foren behandelt. Hatte bislang keine Zeit gefunden, meine Gedanken dazu zu äußern. Wird auch heute wieder nix werden, da die Nacht fast schon wieder rum ist... Schüchtern

Also ganz kurz:

Am Markt behauptet sich das, wonach eine Nachfrage besteht. Gibt es keine Nachfrage nach analogen Kameras und analogem Aufnahmematerial, wird das alles früher oder später verschwinden.
Besteht eine geringe Nachfrage, werden diese Produkte weiterhin bestehen. Dann aber wahrscheinlich aufgrund ihres Nischen-Daseins zu horrenden Preisen.

Ich glaube nicht, dass unsere Generation auf analoges Material schon verzichten werden muss. Allerdings werden wir wohl schon gehörig zur Kasse gebeten werden.

Letztlich entscheiden die Konsumenten darüber. Aber wie es aussieht, ist kaum ein Foto-"Neuling" bereit oder gar in der Lage, die Gefahr rein digitaler Fotografie zu erkennen.
Diese Aussage müsste ich jetzt mit Fakten untermauern. Will mich auch gar nicht drum drücken, aber das will ich schreiben, wenn ich nicht so müde bin. Folgt also noch!

Aber kurze Erklärung schon vorab:
Es geht keineswegs nur um persönliche Präferenzen und "psychologische" Bewertungen. Die langfristige digitale Datenspeicherung hat durchaus (zum heutigen Zeitpunkt!) erhebliche Defizite, die nicht allgemein bekannt sind.

Werde dazu in den nächsten Tagen noch etwas posten.

Kuriosum am Rande: die digitale Fotografie hat mich nach nach langer Zeit wieder dazu gebracht, zu fotografieren. (positiv!)
Und nach relativ kurzer "Digital-Phase" auch dazu gebracht, wieder analog zu fotografieren (inzwischen sogar hauptsächlich! Trotz der Kosten!)


Tja... so richtig schwarz-weiss isses ja nicht geworden... das gescannte Agfapan 25 - Negativ. Habe die Aufnahme irgendwann zwischen 1980 und 1985 gemacht und vor ein paar Tagen gescannt. Die leichte Rot-Tönung kommt vom verwendeten Farbprofil des Scanners (Canon CanoScan 8400F). Agfapan 25 war dort nicht vorhanden, so dass ich ein anderes Profil genommen habe. Hätte den Rotstich natürlich per Bildbearbeitungsprogramm eliminieren können, aber er gefällt mir eigentlich ganz gut, weil er irgendwie zu dem Holz passt. (In der Realität ist das Holz aber tatsächlich eher fast schwarz).

Somit also analog und trotzdem manipuliert...

Das Foto zeigt einen Ausschnitt eines Gradierwerkes in Bad Westernkotten.

[attachment=26]

Bin ja die Antwort noch schuldig, warum mein Herz an der analogen Fotografie hängt... pfeifend Werde ich noch etwas zu schreiben, wenn ich Zeit habe.

Hier deshalb meine bildliche Antwort. Ist kürzer und erklärt mehr als alle Worte. Grins

Das Foto zeigt einen Philips-Projektor im Bildgeberraum (früher nannte man das Vorführraum) des Apollo-Kinos in Lippstadt. Die Aufnahme muss so ca. 1980 rum entstanden sein. Habe ich damals mit einer NIKON FE auf Kodak TRI-X Material gemacht.
Die Qualität der Aufnahme ist erbärmlich. Liegt einerseits daran, dass ich seinerzeit mit wenig Licht hantieren musste (Bildgeberraum muss während der Vorführung dunkel bleiben, da sich sonst die Bildqualität auf der "Leinwand" (<-- falscher aber gebräuchlicher Ausdruck. Richtig: Bildwand) verschlechtert. Außerdem lag das Negativ in all den Jahren ungeschützt in einer alten "Krumpel-Kiste", wo ich es vor einigen Monaten nebst anderer "Jugendsünden" wiederfand. Schüchtern

Warum analog?

Antwort: Wer einmal Zelluloid gerochen, kommt immer wieder angekrochen!
(alter Vorführerspruch... technisch ebenfalls nicht (mehr) korrekt, da die Filme schon lange nicht mehr aus dem saugefährlichen, weil höchst brennbarem Material Zelluloid bestehen. Und: wonach riechen Pixel??? Zunge )

Auf das Bild klicken, dann seht ihr es "in groß". Smile

[attachment=28]
Mike schrieb:

Letztlich entscheiden die Konsumenten darüber. Aber wie es aussieht, ist kaum ein Foto-"Neuling" bereit oder gar in der Lage, die Gefahr rein digitaler Fotografie zu erkennen.


Was ist denn Deiner Meinung nach die Gefahr rein digitaler Fotografie?
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