Ich fotografiere noch nicht allzulange digital. Beim vergleich von Fotos mit meinem Bruder, der eine ältere analoge Canon Spiegelreflex benutzt sind mir aber garvierende Unterschiede aufgefallen:
Wir haben beide kürzlich auf einer Familienfeier unter gleichen Bedingungen fotografiert, wobei meine Fotos eigentlich alle schön scharf und farbenfroh waren, die Aufnahmene seiner Kamera zum Teil zwar noch etwas schärfer waren aber ansonsten durchweg blasser wirken.
Nun frage ich mich, ob der Unterschied zwischen analog und digital wirklich so gravierend ist (Farben betreffend) oder ob mein Bruder vielleicht einfach nur falsche Einstellungen gewählt hatte bzw. seine ältere Kamera einfach die Farben nicht so reproduzieren kann.
Was die Brillianz der Farben angeht, denke ich mal das ein Unterschied weniger auf digital bzw. analog zurückzuführen ist, sondern das es bei der analogen Kamera vielmehr darauf ankommt welches Filmmaterial (z.B. Lichtempfindlichkeit ISO/ASA) verwendet wird, was das Labor beim Ausbelichten daraus macht und auf welches Papier entwickelt wurde.
Als ich noch analog fotografierte habe ich die besten Erfahrungen mit Fuji-Filmen und Kodak-Papier gemacht ... je nach Film-Hersteller sagt man ja auch, dass die Bilder z.B. grundsätzlich einen Blau- oder Gelbstich haben.
Ebenfalls sollte man bei so einem Vergleich beachten, dass die digitale Kamera - je nach Einstellung - die Fotos intern schon in Punkto Tonwert und Kontrast vor dem Speichern "nachbearbeitet".
mr. dpi hat es schon angeschnitten. Und ich kann ihm da nur zustimmen.
In Foto-Foren wird zwar gerne und ausgiebig über die Charakteristik verschiedener analoger Materialien diskutiert aber bei genauerer Betrachtung sind die meisten Argumente doch haltlos.
Moderne Filme unterscheiden sich heutzutage nur noch in Nuancen, was ihre Farbcharakteristik angeht.
Man muss schon Laborbedingungen schaffen, um diese Unterschiede heraus zu arbeiten.
Die größten Unterschiede kommen nicht durch die Verwendung unterschiedlicher Fabrikate (innerhalb einer definierten Lichtempfindlichkeit = ISO/ASA) zustande, sondern differieren sehr viel mehr durch andere Umstände.
Als da sind:
1. Über- und Unterbelichtung des Films (Negativ-Material erzeugt in der Regel feineres Korn und gesättigtere Farben bei Überbelichtung um 1-2 Blendenwerte. Dia-Material erzeugt hingegen dieselben Ergebnisse durch gezielte Unterbelichtung)
2. Verwendete Materialien und mehr oder weniger perfekte Arbeitsweise des entwickelnden/vergrößernden Labors. Ebenso ausschlaggebend ist die Wahl des Papiers bei den Abzügen.
3. Lichtverhältnisse/Blendenwahl bei den Aufnahmen und die Qualität der Aufnahme-Objektive.
Könnte das jetzt fast endlos weiterführen. Grundsätzlich kann man halbwegs vernünftige Aussagen erst treffen, wenn man möglichst präzise Informationen über die verwendeten Gerätschaften und die Umgebungsbedingungen hat.
Selbst dann bleibt noch viel Raum für Spekulationen und "Glaubenskriege".
Wenn man Vor- und Nachteile der analogen Fotografie der digitalen Variante gegenüber stellen will, muss man andere Bewertungskriterien finden. So einfach ist das nicht.
Hallo,
ich muß auch sagen, daß es bei der analogen Fotogafie doch noch mehr Möglichkeiten (Zubehör) gibt wie bei der digitalen Fotografie. Vor allem hat man da noch vieles.

Die Bildqualität der analogen Kameras sind doch noch besser als die Digi. (Darum greifen Profis meist auf analog zurück...) Oder man muß sich bei den digitalen Cams in einer utopischen Preisklasse bewegen

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Sehr wichtig für gute Farben bei der Digi ist die Einstellung des Weißabgleich. Da sollte man viel mit experimentieren. Genauso mit dem RAW Format. Die Möglichkeiten sind da einfach irre
Mit meiner Fuji Finepix S5600 mache ich ja schon gute Aufnahmen. Nur sind die Digitalen bei Regen und Nässe sehr empfindlich. Da lobe ich mir die analoge, wo ich im Regen stehen kann und nichts passiert.
Hier sind einige Aufnahmen im RAW Format. Aufgenommen mit der Fuji S5600
Eisenbahnbrücke Engers
Brückenkopf
[...]
Wir haben beide kürzlich auf einer Familienfeier unter gleichen Bedingungen fotografiert, wobei meine Fotos eigentlich alle schön scharf und farbenfroh waren, die Aufnahmene seiner Kamera zum Teil zwar noch etwas schärfer waren aber ansonsten durchweg blasser wirken.
Nun frage ich mich, ob der Unterschied zwischen analog und digital wirklich so gravierend ist (Farben betreffend) oder ob mein Bruder vielleicht einfach nur falsche Einstellungen gewählt hatte bzw. seine ältere Kamera einfach die Farben nicht so reproduzieren kann.
Ob die Farben blass oder kräftig kommen, hat sehr wenig mit dem Kriterium analog oder digital zu tun. Noch nicht einmal die unterschiedlichen Farbfilme innerhalb der analogen Fotografie sind da sooo entscheidend. Man kann, schlechte Beleuchtung und Fehler bei der Belichtung (vor allem Unterbelichtung) voraus gesetzt, aus einem "farbstarken" Fujicolor ISO 100 blassere und flauere Fotos bekommen als aus einem korrekt oder gar 1-2 Blendenstufen überbelichteten "farbschwachen" Fujicolor 800 Superia. (Statt des Markennamens FUJI darfst du getrost jede andere Marke für dieses Beispiel einsetzen. Habe ich völlig willkürlich gewählt!)
Egal, ob deine Kamera 50,- Euro kostet oder ob du mit einer Hasselblad für 30.000,- Euro fotografierst... egal, ob analog oder digital... egal, ob Einfachst-Kamera oder ob du im Besitz der eierlegenden Wollmilchsau mit eingebauter Motivklingel bist... NOCH (!) ist das LICHT das, was das Foto gestaltet (oder verunstaltet).
Egal, wie dein Konto aussieht und welche Kamera(s) du dir leisten kannst: fotografieren ist "Malen mit Licht". Nicht mehr und nicht weniger.
