Hallo zusammen
wie ihr aus meinem Profil sehen könnt bin ich ja noch Schüler und bin dort unter anderem auch in der Theater-Ag aktiv (Licht- und Tontechnik).
Ich möchte demnächst während eines Theaterstückes ein paar Fotos machen. Das Theater (dunkler Raum) findet auf einer kleinen Bühne statt die mit Scheinwerfern ausgeleuchtet ist.
Habt ihr irgendwelche Tips, welche Kameraeinstellungen dafür am besten sind oder was ich wegen dem Blitz am besten mache?
beste Grüsse und vielen Dank.
Maurice
Erste Grundregel für solche Aufnahmen:
Kein Blitz!!
... denn mit Blitz machst du nur die Lichtstimmung kaputt und genau die willst Du in diesem Fall im Bild festhalten.
Wenn Deine Kamera kein lichtstarkes Objektiv hat (gehe mal von einer normalen Digitalkamera aus), kannst Du die Iso-Zahl erhöhen ... wobei ich in diesem Fall nicht über 800 gehen würde, wenn es das Licht zu lässt, lieber weniger.
Weisabgleich bzw. belichten in dem Fall auf die Haut der Darsteller - meistens sind die Kontraste unter Theater- bzw. Bühnenbeleuchtung sehr stark und die Gefahr besteht darum eher im Überbelichten als im Unterbelichten. Dabei muß man akzeptieren, daß große Bildteile dunkel bleiben.
Vielleicht wären SW-Aufnahmen noch ein Vorschlag ... zum einen kann man das Rauschen und eventuelle Farbstiche besser kaschieren und zweitens haben SW-Aufnahmen gerade in Verbindung mit Theater einen künstlerischen Touch.
Falls die Möglichkeit besteht, könntest Du auch bei der Haupt- oder Generalprobe fotografieren ... dort hättest Du mehr Auswahl an Standortmöglichkeiten und Perspektiven, würdest nicht das Publikum stören und hast evtl. nach Absprache mit dem Regieseur auch die Möglichkeit direkt auf der Bühne zu fotografieren ...
LG
mr. dpi
wahrscheinlich nicht mehr aktuell für dich aber geb ich trotzdem nochmal meinen senf dazu..^^
ich fotografier zwar nicht im theater aber zur zeit häufig mal auf konzerten, was sich im prinzip wohl nicht so sehr voneinander unterscheidet.
meine erfahrungen kurz zusammengefasst:
- KEIN BLITZ, DA STIMMUNGSTÖTER !!!
- lichtstarkes objektiv (1:2,8 geht einigermaßen mit 1:3,5 bringts jedoch keinen spaß mehr)
- größtmögliche blende, um belichtungszeit runterzudrücken
- iso1600 ist kein verbrechen - manchmal gehts einfach nicht anders und rauschen kann man auch in der nachbearbeitung noch deutlich reduzieren
- belichtung auf spotmessung
- spot-AF
- weißabgleich auf automatik
- serienbildfunktion um eigentlich perfekten fotos mit nem blöden blinzeln und ähnlichem vorzubeugen
tja, bleibt noch die belichtungszeit... anfangs hab ichs mit manueller blende auf 2,8 und zeitautomatik versucht, aber da kamen zu lange zeiten bei raus und ich hatte übelste bewegungsunschärfe - mitlerweile knips ich auf konzerten voll manuell bei blende 2,8 und wechsel bei den belichtungszeiten zwischen 1/80 und 1/125 und hol da rtelativ nette bilder bei raus - zwar dunkler hintergrund aber schön beleuchtete und scharf abgebildete musiker und darum gehts ja..
Ne, Thema is noch aktuell.
Danke